IMG Performer vs. IP2C
IP2C erkennt KI-Bilder über Metadaten und optische Analyse und brennt ein Label ins Bild. IMG Performer erkennt lokal, verändert das Original nicht und bringt Bildoptimierung und Alt-Texte gleich mit.
Kurzfazit: IP2C erkennt KI-Bilder über Metadaten und optische Analyse und brennt ein Label direkt ins Bild — ein solides Kennzeichnungs-Tool. IMG Performer macht dieselbe Erkennung lokal, ohne Bilder an einen externen Anbieter zu schicken, verändert das Originalbild nicht, und bringt Bildoptimierung sowie barrierefreie Alt-Texte gleich mit.
Die wichtigsten Unterschiede
| IMG Performer | IP2C | |
|---|---|---|
| Anbieter | Enfants Terribles digital GmbH (Hamburg) | Raphael Ehm Mediendesign |
| Verarbeitung | Bildoptimierung lokal auf dem eigenen Server | teils extern (optische Erkennung via US-Vision-KI) |
| Account / API-Key | nein | – |
| KI-Modell (Alt-Texte) | frei wählbar – Empfehlung Mistral (Frankreich) | – |
| Abrechnung | Lizenz, kein Kontingent | – |
| Datenschutz | Bildoptimierung ohne Übertragung an Dritte; für die optionale Alt-Text-KI geht das Bild an deinen KI-Anbieter (AV-Vertrag mit diesem) | – |
| EU AI Act Art. 50 | ja, schon in der Free-Version | ja |
| WebP / AVIF | ja (AVIF in Pro) | nein |
| KI-Alt-Texte | ja (Pro, eigener API-Key, kein Credit-Deckel) | nein |
| KI-Bild-Erkennung | automatisch über C2PA-/XMP-Herkunftsdaten, sonst manuelle Einstufung | C2PA/IPTC + optische KI-Erkennung (GPT-4o, USA) |
| Marker in allen Bildgrößen | ja – maschinenlesbarer Marker in jede Größe inkl. WebP/AVIF | brennt Label in neues Bild ein, Original wird verändert |
| Sichtbares Label | ja, Design anpassbar (Pro) | ja (3 Designs) |
| Plattformen | WordPress | – |
| Kosten | Free · Pro 69 €/Jahr oder 9 €/Monat | – |
Zuletzt geprüft: September 2026. Maßgeblich sind die aktuellen Anbieterseiten.
Was IP2C gut macht
IP2C (von Raphael Ehm Mediendesign) kombiniert drei Erkennungswege: C2PA-Manifeste, IPTC/XMP-Metadaten und eine optische Bilderkennung über ein Vision-KI-Modell. Das ist mehr als reine Metadaten-Erkennung — auch Bilder ohne (oder mit entfernten) Metadaten lassen sich so noch als KI-generiert identifizieren. Dazu kommen drei fertige Badge-Designs, anpassbare Texte und ein automatischer Scan der bestehenden Mediathek.
Wo es endet
Die optische Erkennung läuft über ein Vision-KI-Modell eines US-Anbieters (GPT-4o/GPT-4o-mini) — jedes Bild, das nicht schon über Metadaten eindeutig ist, geht für die Analyse in die USA. Für DSGVO-sensible Projekte ist das ein Punkt, den man vor dem Einsatz klären muss.
Technisch schreibt IP2C das Label direkt in eine neue Bilddatei (“eingebrannt”), nicht als austauschbaren Metadaten-Eintrag. Das hat einen Vorteil (übersteht Screenshots, Downloads, Social-Media-Uploads) und einen Nachteil: Das Originalbild wird verändert, eine spätere Korrektur bedeutet ein neues Bild.
Und: IP2C ist ein reines Kennzeichnungs-Tool. Bildoptimierung (WebP/AVIF) oder KI-Alt-Texte für Barrierefreiheit sind nicht Teil des Funktionsumfangs — dafür braucht es ein zweites Plugin.
Wie IMG Performer das löst
IMG Performer erkennt KI-Bilder ebenfalls über C2PA-Manifeste, IPTC/XMP-Metadaten und Generator-Signaturen — komplett lokal, ohne dass ein Bild den Server verlässt. Die Kennzeichnung landet als maschinenlesbarer Marker in jeder erzeugten Bildgröße, inklusive WebP und AVIF — das Original bleibt unverändert, und eine Korrektur ist jederzeit ein Klick in der Mediathek, kein neues Bild.
Wer ein eigenes Label-Design will, kann in der Pro-Version ein eigenes Bild hochladen (nicht nur Text/Farbe wählen) — und dieselbe Pro-Version scannt auch die bestehende Mediathek rückwirkend.
Der Unterschied: Bildoptimierung und Alt-Texte sind kein Zusatzplugin, sondern derselbe Baustein. WebP/AVIF-Konvertierung ist in der Free-Version bereits enthalten, KI-Alt-Texte für BFSG-Konformität kommen mit der Pro-Version dazu — mit deinem eigenen API-Key, ohne Credit-Deckel.
Disclaimer
Dieser Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Angaben von IP2C (Stand September 2026). Features und Preise können sich ändern — bei Unklarheiten empfiehlt sich ein Blick auf die Herstellerseite.
Häufige Fragen
Brauche ich beide Plugins parallel?
Nein — beide kennzeichnen KI-Bilder, ein Parallelbetrieb würde sich nur überschneiden. Die Entscheidung hängt davon ab, ob dir die optische Zusatzerkennung von IP2C wichtiger ist als lokale Verarbeitung ohne US-Transfer.
Ist die optische Erkennung von IP2C zwingend nötig?
Nein — für die meisten KI-Generatoren (DALL-E, Firefly, Imagen, aktuelle Smartphone-Kameras) reicht die Metadaten-Erkennung, weil die Bilder ohnehin ein C2PA-Manifest mitbringen. Optische Erkennung hilft vor allem bei Bildern, deren Metadaten entfernt wurden.
Was, wenn ich schon IP2C nutze und wechseln will?
Die Bilder selbst sind bei IP2C bereits verändert (Label eingebrannt) — ein Rückbau auf das Original ist nur mit eigenem Backup möglich. Neue Uploads lassen sich ab dem Umstieg direkt mit IMG Performer kennzeichnen.