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EU AI Act Art. 50: KI-Bilder müssen ab 2. August gekennzeichnet werden

Ab dem 2. August 2026 müssen KI-generierte Bilder maschinenlesbar gekennzeichnet werden. WordPress Core löst das Problem nicht — wir arbeiten bereits daran, dass Img Performer es tut.

Am 2. August 2026 tritt Artikel 50 der EU-KI-Verordnung (EU AI Act) in Kraft. Ab dann müssen KI-generierte Bilder maschinenlesbar gekennzeichnet sein — und bei Deepfakes zusätzlich sichtbar für Besucher:innen. Bestandssysteme haben laut AI Omnibus Aufschub bis 2. Dezember 2026, aber der Grundsatz gilt: Wer KI-Bilder veröffentlicht, braucht ab jetzt eine Lösung.

Wen das betrifft

Praktisch jede Website, die KI-generierte oder KI-bearbeitete Bilder einsetzt — von DALL-E, Adobe Firefly, Midjourney oder ähnlichen Tools. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 15 Millionen Euro oder 3 % des weltweiten Jahresumsatzes.

Was konkret gefordert wird

Die Kennzeichnung muss vier Kriterien erfüllen: effektiv, interoperabel, robust und manipulationssicher. Der von der EU-Kommission veröffentlichte Code of Practice nennt C2PA explizit als Format, das diese Anforderungen erfüllt — ein offener Standard, der bereits von DALL-E 3, Adobe Firefly, Google Imagen und einigen Kamera-Herstellern unterstützt wird.

Das Problem: WordPress Core hilft hier nicht

Hier wird es für WordPress-Betreiber konkret unangenehm: WordPress entfernt eingebettete C2PA-Metadaten selbst, sobald es beim Upload automatisch Thumbnails erzeugt. Das zugehörige GitHub Issue im WordPress/ai-Repository ist seit Monaten offen, ohne dass sich ein Core-Team-Mitglied darum kümmert. Wer ein KI-Bild hochlädt, verliert die gesetzlich geforderte Kennzeichnung also automatisch — bei jeder einzelnen Bildgröße, die WordPress erzeugt.

Uns ist aktuell kein Plugin bekannt, das dieses konkrete Problem löst.

Woran wir arbeiten

Wir testen die Umsetzung gerade intensiv: Img Performer liest die KI-Herkunft direkt beim Upload aus — bevor WordPress die Metadaten beim Thumbnail-Erzeugen zerstört — und schreibt eine eigene, hosting-unabhängige Kennzeichnung in jede erzeugte Bildgröße zurück, basierend auf dem IPTC-Standardfeld „Digital Source Type”, das auch international anerkannt ist. Ein vollständig signiertes C2PA-Manifest würde ein Zertifikat aus dem offiziellen C2PA Conformance Programme voraussetzen — ein separater, mehrmonatiger Prozess, den wir aktuell nicht anbieten. Unsere Kennzeichnung erfüllt die technologieneutralen Anforderungen aus dem Code of Practice (effektiv, interoperabel, robust, manipulationssicher), ist aber kein signiertes C2PA-Manifest. Kein Imagick nötig, funktioniert auf jedem Standard-Hosting.

Was in Kürze in Img Performer Free landet:

  1. Automatische Erkennung neu hochgeladener Bilder anhand eingebetteter KI-Herkunftsdaten
  2. Sichtbares Badge im Frontend, per Toggle steuerbar
  3. Manuelle Korrektur-Möglichkeit direkt in der Mediathek, falls die Automatik mal unsicher ist
  4. Verlauf mit Suche und Filter, damit du siehst, welche Bilder noch geprüft werden müssen

Die maschinenlesbare Kennzeichnung selbst braucht keine externe Software und keine Cloud-Anbindung — sie läuft komplett lokal auf deinem Server, wie alles bei Img Performer.

Was das für dich bedeutet

Bis zum 2. August ist nicht mehr viel Zeit. Wenn du KI-Bilder auf deiner WordPress-Seite einsetzt, lohnt sich jetzt schon ein Blick auf deine Mediathek — und wir halten dich hier auf dem Laufenden, sobald das Feature verfügbar ist.