Warum wir Img Performer gebaut haben
Es fing mit einer simplen Frage an: Habt ihr nicht eine Möglichkeit, die Bildgrößen einzudämmen? Die Rufe wurden lauter. Irgendwann haben wir aufgehört, Nein zu sagen.
Jedes Plugin hat eine Entstehungsgeschichte. Bei Img Performer war es keine Erleuchtung unter der Dusche, kein strategischer Produktentscheid im Meeting — es war Frustration. Die gesunde Art.
Das immer gleiche Szenario
Wir entwickeln WordPress-Sites für Kunden. Und Kunden laden Bilder hoch. Große Bilder. Sehr große Bilder. 4-Megapixel-Fotos direkt aus dem iPhone, 8 MB TIFF-Exporte aus Lightroom, Screenshots im dreifachen Retina-Format.
Die Seite wird langsam. Der Lighthouse-Score bricht ein. Google meckert. Der Kunde fragt, warum es auf einmal ruckelt.
Und wir erklären zum dritten Mal in diesem Monat, was ein vernünftiges Bildformat ist.
Die Frage, die immer häufiger kam
Irgendwann stellte ein Kunde die Frage direkter: “Habt ihr nicht eine Möglichkeit, die Bildgrößen einzudämmen?”
Wir haben vernünftige Antworten gegeben. Richtlinien für Uploads erklärt. Plugins empfohlen. Aber die Rufe wurden lauter — und kamen von mehr Kunden. Verschiedene Branchen, verschiedene Website-Typen, immer das gleiche Problem.
Irgendwann haben wir aufgehört, Nein zu sagen.
Die erste Idee: einfach konvertieren
Der Kern war schnell klar. Wenn ein Kunde ein JPEG hochlädt, soll WordPress automatisch eine WebP-Version erstellen und diese ausliefern. Kein Eingriff, kein Erklärbedarf, keine Richtlinien, die ignoriert werden.
Das klingt simpel — und ist es technisch auch. GD und Imagick können das. WordPress hat die passenden Hooks. Die eigentliche Frage war: Warum schicken so viele Plugins die Bilder dafür an externe Server, obwohl die Konvertierung lokal in einer Zeile PHP passiert?
Wir wollten es lokal machen. Auf dem Server des Kunden, mit den Bibliotheken, die ohnehin vorhanden sind. Kein API-Key, keine Cloud, keine DSGVO-Grauzone.
Das zweite Feature kam aus einer anderen Richtung
Während wir an der Konvertierung saßen, wurde das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz ein immer konkreteres Thema — erst in internen Gesprächen, dann in Kundenprojekten, dann als echte Anforderung.
Und dann fiel es uns auf: Bildoptimierungs-Plugins kümmern sich um Dateigröße. Fertig. Die Frage, ob ein Bild einen sinnvollen Alt-Text hat — ob es für Menschen mit Screenreader überhaupt zugänglich ist — interessiert keinen dieser Dienste.
Das ist eine Lücke. Eine große.
Also haben wir KI-Alt-Texte als zweites Feature gebaut. Nicht als Afterthought, sondern als gleichberechtigten Teil des Plugins. Bei jedem Upload kann Img Performer PRO automatisch einen Alt-Text generieren — mit dem KI-Anbieter deiner Wahl, in der Sprache der Website, direkt in die Mediathek geschrieben.
Wo wir jetzt stehen
Das Plugin ist eingereicht. Der WP.org Review läuft. Das Feuer brennt — auch wenn die Zeit dafür zwischen Kundenprojekten, späten Abenden und Kaffee gefunden werden muss.
Genau das werden wir hier dokumentieren: Was funktioniert hat, was nicht, was wir unterschätzt haben, und was wir beim nächsten Mal anders machen würden.
Fangen wir an.