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Checkliste: KI-Bilder rechtssicher in WordPress einbinden

Sieben Schritte von der Rechtslage bis zur Dokumentation: Was Artikel 50 EU AI Act verlangt, wie du die Herkunft klärst, Metadaten erhältst und KI-Bilder in WordPress sichtbar kennzeichnest.

Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten aus Artikel 50 der EU-KI-Verordnung. Wer auf einer WordPress-Website KI-Bilder einsetzt, sollte wissen, welche Pflicht bei wem liegt und was im Alltag zu tun ist. Diese Checkliste führt in sieben Schritten von der Rechtslage bis zur Dokumentation. Sie dient der Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung.

1. Klären, was für dich gilt

Artikel 50 verteilt die Pflichten auf zwei Rollen:

  • Anbieter generativer KI-Systeme (Absatz 2) müssen ihre Ausgaben maschinenlesbar markieren und als künstlich erzeugt erkennbar machen. Für Systeme, die schon vor dem 2. August 2026 am Markt waren, gilt dafür eine Übergangsfrist bis zum 2. Dezember 2026. Ausgenommen sind Systeme, die nur bei der Standardbearbeitung unterstützen oder die Eingabedaten nicht wesentlich verändern.
  • Betreiber (Absatz 4), also Website-Betreiber, die KI-Bilder veröffentlichen, legen offen, wenn ein Bild künstlich erzeugt oder manipuliert wurde und reale Personen, Orte oder Ereignisse authentisch erscheinen lässt (Deepfake). Dafür gibt es keine Übergangsfrist, aber auch keine Rückwirkung: Deepfakes, die vor dem 2. August 2026 veröffentlicht wurden, müssen nicht nachträglich gekennzeichnet werden. Bei künstlerischen oder satirischen Werken genügt ein Hinweis.

Der Hinweis muss klar erkennbar sein, spätestens bei der ersten Wahrnehmung des Bildes (Absatz 5). Eine Anmelde- oder Meldepflicht für KI-Bilder auf der eigenen Website besteht nicht. Was bei Verstößen droht, erklärt unser Beitrag Bußgelder nach EU AI Act Artikel 50.

2. Herkunft deiner KI-Bilder klären

Gehe deine KI-Bilder durch und halte fest, aus welchem Tool sie stammen. Tools wie Adobe Firefly, DALL-E oder Google Imagen betten Herkunftsdaten nach dem C2PA-Standard (Content Credentials) in die Datei ein. Bei anderen Tools, etwa Midjourney, fehlen diese Daten häufig. Beide Gruppen brauchen in WordPress unterschiedliche Schritte, die die nächsten Abschnitte beschreiben.

3. Herkunftsdaten in WordPress erhalten

WordPress erzeugt beim Upload mehrere Bildgrößen. Die Bildbibliotheken GD und Imagick übernehmen dabei C2PA-Manifeste standardmäßig nicht, die maschinenlesbare Markierung geht in den Vorschaubildern verloren. Die Hintergründe stehen in KI-Bilder in WordPress kennzeichnen: C2PA, Thumbnails und der EU AI Act.

IMG Performer liest die Herkunftsdaten beim Upload aus. Es erkennt KI-Bilder anhand der Herkunftsangaben in C2PA-Manifesten bzw. XMP-Metadaten und schreibt die Kennzeichnung als XMP-/IPTC-Metadaten (DigitalSourceType) in jede erzeugte Bildgröße, auch in die WebP-Varianten (AVIF in PRO). Das funktioniert hosting-unabhängig, auch wenn auf dem Server nur GD verfügbar ist. Die Kennzeichnung ist in der kostenlosen Version enthalten.

4. Bilder ohne Herkunftsdaten manuell einstufen

Fehlen Herkunftsdaten, etwa bei Midjourney-Bildern, kann kein Plugin die Herkunft automatisch erkennen. In IMG Performer wählst du das passende Label mit einem Klick selbst, direkt im Bearbeiten-Dialog des Anhangs in der Mediathek. Die gleiche Stelle nutzt du, um eine automatische Einstufung zu korrigieren.

5. Sichtbar kennzeichnen, wo es nötig ist

Fotorealistische KI-Bilder, die reale Personen, Orte oder Ereignisse authentisch wirken lassen, brauchen für Besucher einen sichtbaren Hinweis (Absatz 4). Erkennbar künstliche Illustrationen, Icons und Symbolbilder sind in der Regel keine Deepfakes. Im Zweifel kennzeichnest du das Bild.

IMG Performer blendet dafür ein Badge am Bild ein, das du per Toggle an- und abschalten kannst. Die maschinenlesbaren Metadaten bleiben auch ohne Badge in der Datei erhalten. In PRO passt du Position, Farbe und Kontrast des Badges an und nutzt ein eigenes Label-Bild.

6. Bestehende Mediathek nachziehen

Für Bilder, die vor dem 2. August 2026 veröffentlicht wurden, sieht Absatz 4 keine Rückwirkung vor. Wer den Bestand trotzdem einheitlich kennzeichnen möchte, nutzt in PRO den retroaktiven Bulk-Scan: Er erkennt und kennzeichnet KI-Bilder in der bestehenden Mediathek.

7. Dokumentieren

Führe eine einfache Liste: Bild, verwendetes Tool, Datum der Veröffentlichung, Einstufung (mit Herkunftsdaten oder manuell) und Art der Kennzeichnung (Metadaten, Badge). Bei Rückfragen von Kundinnen, Auftraggebern oder Behörden hast du die Antworten sofort zur Hand. Die Liste ist eine praktische Empfehlung und keine gesetzliche Vorgabe.

Rollen, Fristen und Ausnahmen im Überblick: KI-Kennzeichnung für Unternehmen: Pflichten, Fristen, Umsetzung.

Disclaimer

Dieser Beitrag ist eine Orientierung und keine Rechtsberatung. Für verbindliche Auskünfte zu deinem Fall wende dich an eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.

Häufige Fragen

Reicht ein Hinweis im Footer, um KI-Bilder zu kennzeichnen?

Ein Footer-Hinweis ist eine sichtbare Angabe für Besucher, aber keine maschinenlesbare Kennzeichnung der einzelnen Bilddatei. IMG Performer schreibt die Kennzeichnung als XMP-/IPTC-Metadaten (DigitalSourceType) in jede erzeugte Bildgröße und zeigt zusätzlich ein sichtbares Badge am Bild, das du per Toggle ein- und ausschalten kannst.

Wie kennzeichne ich KI-Bilder in der WordPress-Mediathek manuell, wenn keine Metadaten vorhanden sind?

Bilder aus Tools wie Midjourney tragen oft keine Herkunftsdaten. Dann wählst du im Bearbeiten-Dialog des Anhangs in der Mediathek das passende Label mit einem Klick selbst. Bei Bildern mit C2PA-Daten (Content Credentials) erkennt IMG Performer die Herkunft beim Upload automatisch, und du kannst die Einstufung dort korrigieren.

Wasserzeichen, sichtbares Badge oder Metadaten: Was ist der Unterschied?

Ein Wasserzeichen verändert die Pixel des Bildes. Das Badge ist ein sichtbarer Hinweis im Frontend. Die Metadaten sind unsichtbar, aber maschinenlesbar in der Datei gespeichert. IMG Performer kombiniert Metadaten und Badge. In PRO passt du Position, Farbe, Kontrast und ein eigenes Label-Bild des Badges an.

Was sind die häufigsten Fehler bei der KI-Kennzeichnung auf WordPress-Seiten?

Fünf Fehler kommen immer wieder vor. Erstens steht nur im Footer oder Impressum ein allgemeiner Hinweis, aber nicht am Bild. Zweitens gehen die Herkunftsdaten beim Erzeugen der Bildgrößen verloren, ohne dass es jemand bemerkt. Drittens werden alle KI-Bilder gleich behandelt, obwohl nur realistische Darstellungen echter Personen, Orte oder Ereignisse (Deepfakes) einen sichtbaren Hinweis brauchen. Viertens bleiben Bilder ohne Herkunftsdaten, etwa aus Midjourney, unklassifiziert. Fünftens fehlt eine einfache Liste, aus der hervorgeht, welches Bild woher stammt und wie es gekennzeichnet ist.